Webshop vs. E-Commerce – Was passt zu meinem Projekt?

Was ist das und ab wann ergibt es Sinn?

Im folgenden Artikel möchten wir mit euch die Begriffe „Webshop“ und „E-Commerce“ genauer anschauen. Wir betrachten dazu ihre Definitionen und abschließend wollen wir eine Aussage darüber treffen, unter welchen Umständen ein kleiner DIY-Webshop ausreicht und wann ein größeres professionelles E-Commerce-System für adäquate Ergebnisse eingesetzt werden sollte.

Definitionen:

Webshop: Als Webshop wird eine von einem Händler veröffentlichte Website bezeichnet, die dem Besucher die Möglichkeit bietet, Produkte online zu erwerben. Er stellt quasi einen elektronischen Handel dar. Die Händler nutzen für diese Webseiten spezielle Software. Die ersten Webshops entstanden in den 90er Jahren und die Beliebtheit des Onlineshoppings steigt stetig weiter an.

E-Commerce: Steht für Electronic Commerce (Elektronischer Handel) und ist ein Untergebiet des E-Business. Ihm werden alle Aktivitäten rund um elektronische Transaktionen von Waren oder Geldern zugerechnet. Dazu gehört sowohl der Webshop an sich als auch verknüpfte Warenwirtschaftssysteme, Bezahlsysteme oder auch die Versandabwicklung. Ebenfalls sind andere Geschäftsprozesse, wenn sie elektronisch abgewickelt werden auch mit inbegriffen, wie z.B. das Marketing, der Kundenservice und sogar das Onlinebanking an sich.

Aus den Definitionen geht bereits hervor, dass es sich hier um zwei verschiedene Begrifflichkeiten handelt, jedoch beide sehr nah zueinanderstehen. Wir möchten also in den folgenden Absätzen erläutern, wann der Einsatz eines einfachen Webshops (ohne komplizierte Warenwirtschaftssysteme dahinter etc.) angebracht ist und ab wann es sinnvoll ist, ein professionelles E-Commerce-System zu implementieren.

Hier langt ein Webshop aus:

Vorerst wollen wir uns jedoch anschauen, was die verschiedenen Webshops im nicht professionellen Bereich von Haus aus so mitbringen. Dafür schauen wir uns mal die bekanntesten Gesichter der DIY-Webshops an. Ganz vorne an dieser Front steht WooCommerce, welches eines der beliebtesten Plug-Ins für das weitverbreitetste Content-Management-System (CMS) WordPress ist. WordPress hat den größten Marktanteil im CMS-Gebiet mit knapp 62% weltweit. Das WooCommerce-Plug-In erweitert das CMS mit den Funktionen eines Webshops und sorgt so für eine einfache und schnelle Einrichtung.

Aber was bringt WooCommerce nun mit? Es bringt eine Bezahlabwicklung mit verschiedenen Payment-Anbietern und Verschlüsselung, sowie die Versandabwicklung mit. Natürlich stattet das Plug-In den Webstore auch mit einer neuen Oberfläche aus, die gewohnte Artikelansichten und das Storelayout beinhaltet. Das System ist erweiterbar und kann durch verschiedene kostenlose und kostenpflichtige Plug-Ins angepasst werden.

Wer hier also die Zielgruppe ist? Geeignet sind solche Systeme für kleine bis mittlere Webshops, deren Produktpaletten recht klein sind. Natürlich auch für Anfänger und Leute, die Interesse haben, Produkte online zu verkaufen und erste Erfahrungen sammeln möchten. Zusätzlich ist bei einer solchen Lösung stets darauf zu achten, dass die Sicherheitsaspekte nicht zu vernachlässigen sind. Der Nutzer des Systems muss darauf achten, dass nur sichere Passwörter verwendet und dauerhaft die neusten Updates installiert werden. Natürlich kann auch eine WooCommerce-Agentur mit eingebunden werden, die sich dann mit den Sicherheitsaspekten auseinandersetzen. Diese Agenturen können zusätzlich auch für mehr Individualität eines WooCommerce-Shops sorgen, da diese Agenturen meist auch eigene Entwicklungen anbieten. Diese individuell entwickelten Themes und Module heben sich dann ab von den vorgefertigten und zu tausenden Malen genutzten Standardthemes und Plug-Ins.

Weitere Open Source-Shopsysteme wären z.B. Shopware, Prestashop, Opencart, wie auch Magento das aus dem Hause Adobe kommt. Nur um einige Optionen zu nennen. Die von uns betrachtete Option WooCommerce ist als Open Source Shop-Plug-In einzuordnen. Natürlich gibt es hier auch wieder jede Menge Möglichkeiten, von On-Premise bis SaaS1.

Kleine bis mittlere Webshops mit eingeschränkter Produktpalette und einem Riesenaufkommen an Bestellungen, auch ohne professionelles E-Commerce und die darin eingebundenen Systeme, einfach betreiben. Die essentiellen Funktionen sind bei allen DIY-Webshops enthalten und die großen Communities um sie herum sorgen für die Aktualität und stetige Weiterentwicklung. Des Weiteren sind die Alleinstellung und Individualisierung meist nicht sehr stark ausgeprägt. Bei größerem Aufwand, wie einem erhöhten Kundenaufkommen, kann es Shop-intern jedoch zu Überlastungsproblemen kommen.

Ab hier mit mehr Unterstützung:

Wo die einen Shopsysteme an ihre Grenzen stoßen, da fangen andere erst an. Schauen wir uns nun einmal ein Beispiel für ein professionelles E-Commerce-System an. In diesem Fall wollen wir Adobe Commerce genauer beleuchten, um herauszufinden, für wen diese Lösung optimal ist.

Was bringt so ein professionelles System im Gegensatz zu den DIY-Lösungen mit? Generell bieten diese Systeme neben einer besseren Performance und Skalierbarkeit einen immens größeren Funktionsumfang, welchen wir jetzt einmal genauer beleuchten. Gerade in Bezug auf B2B-Features gibt es einen großen Unterschied. Wo die DIY-Lösungen kaum oder nur wenig an Funktionsumfang bieten, sticht Adobe Commerce out of the Box mit vielen speziellen Funktionen für B2B hervor. Zusätzlich werden Funktionen geboten, die es erlauben komplexe Marketingkampagnen erfolgreich durchzuführen. Zudem ist die Produktsuche weitaus schneller als im Vergleich und alle erhobenen Daten von Kunden, Transaktionen, Suchverläufen oder Klicks, können einfach zur stetigen Verbesserung genutzt werden. Diese Daten werden ganz automatisch aufwendig ausgewertet und aufgearbeitet, um dann übersichtlich dargestellt werden zu können.

Wer hier also die Zielgruppe ist? Ganz einfach gesagt, besteht die Zielgruppe zum einen aus großen umsatzstarken Unternehmen, die mit großem Kundenaufkommen werben können. Ebenfalls kommt es beizeiten auch zu Bündelungen und so werden komplexe Multishop-Umgebungen benötigt, um mehrere verschiedene Anbieter zu einen. Diese Einigung mehrerer Shops heißt nicht, dass diese auch für den Kunden erkennbar ist. So können Ressourcen untereinander verteilt und Kosten geteilt werden, ohne dass es eine offensichtliche Verbindung zwischen den Parteien gibt. Zum anderen gibt es natürlich auch einfach die, deren DIY-Shopsystem nicht mehr für die Ansprüche ausreichend ist. Das heißt, dass die Besucherzahlen, die Marketingbemühungen oder weitere Systemkomponenten nach und nach einfach das Leistungsvermögen des DIY-Webshops übersteigen.

Wann ergibt es nun Sinn?

Generell kommt es also auf die Ansprüche an, die an das Shopsystem gestellt werden. Dieses impliziert, dass dem Betreiber auch gewiss klar sein muss, welche Ansprüche er überhaupt stellen wird. Daher ist die Analyse zu Beginn eines solchen Projektes von essentieller Wichtigkeit, ebenso wie die dauerhafte Überprüfung des Ergebnisses im laufenden Betrieb.

Die genutzte Software stellt die Weichen für ein erfolgreiches Projekt und ebenso den Raum der Möglichkeiten dar. Der Nutzer sollte vorab also schon genauestens wissen, was benötigt wird oder für ihn besonders wichtig ist. Es sollte also eine klare Strategie aus der Analyse hervorgehen und verfolgt werden. Diese behandelt im besten Falle mehrere verschiedene Szenarien und Eventualitäten, um schnell auf mögliche Änderungen wie z.B. abweichenden Gegebenheiten reagieren zu können.

Sollte ein Projekt, welches wegen seiner niedrigen Frequentierung mit einer DIY-Lösung realisiert wurde, z.B. starken Zuwachs in fast allen Belangen erwarten, ist es empfehlenswert schon in der Strategie mögliche Szenarien für einen Umstieg zu planen und bestimmte Grenzen zu setzen. Sollten diese Grenzen aus unvorhersehbaren Gründen überschritten werden, kann direkt die Vorbereitung für den Umstieg auf das im Vorfeld ausgewählte, vollwertige und professionelle E-Commerce-System gestartet werden.

Auf Nummer sicher gehen und direkt das professionelle Shopsystem wählen? Es stört ja nicht, wenn Leistung halt nicht voll ausgenutzt wird und zusätzliche Funktionen zur Verfügung stehen? Hört sich gut an. Auf den zweiten Blick wirkt diese Aussage jedoch irrsinnig. Die zusätzlichen Funktionen, die weitaus bessere Performance und der nachhaltige Support haben nun einmal ihren monetären Preis. Hier mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, wird teuer und ist ineffizient. Viele Zusatzfunktionen sind für die umsatzstarke Zielgruppe konstruiert und greifen erst ab einem bestimmten Kundenaufkommen. Das Kosten/Nutzen-Verhältnis kippt also stark ins Negative, da die Kosten hoch sind und verhältnismäßig wenig Nutzen bringen.

Beide Varianten haben also ihre Existenzberechtigung und sind stark zweckgebunden zu wählen. Solltet ihr weiterhin Probleme mit der Planung oder Auswahl deiner Strategie haben, sind wir stets an deiner Seite. Wir beraten gerne und unterstützen euch in der Entscheidungsfindung und Planung deines Projektes. Also – meldet euch.

 

📱 :+49 (0)461 88998940

📧 : info@flens-it.solutions

1: On-Premise besagt, dass Software auf eigener Hardware läuft und SaaS bedeutet Service as a Service. Es wird also ein gewisser Service aus der Cloud angeboten.

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